Donnerstag, 11. Juni 2015

Ehrenamtliche Katzenvorleser


Berlin (VoluNation) - Früher nannten sich Freiwillige in Tierheimen Katzenkuschler und Katzenkrauler, jetzt lesen sie ihnen auch Geschichten vor. Der neue Trend kommt aus den USA, wo das Leseprojekt erstmals getestet und von Forschern untersucht wurde. Als ehrenamtliche Katzen-Vorleser unterstützen Freiwillige die Stubentiger dabei, wieder Vertrauen zum Menschen aufzubauen, teilt VoluNation, das Expertenportal für weltweite Freiwilligenarbeit, mit. Das hilft nicht nur den Katzen, sondern vor allem auch Leseanfängern im Grundschulalter. Viele Tierheime suchen deshalb jetzt auch hierzulande Kinder als freiwillige „Book Buddys“.

Vor ihrer Aufnahme in einem Tierheim haben zahlreiche Katzen schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht. Sie sind misstrauisch geworden und gehen ihnen aus dem Weg, was keine guten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Vermittlung an neue Katzenhalter sind. Umso wichtiger ist es für die betroffenen Katzen, dass sie wieder Vertrauen zu Menschen fassen. Es hat sich gezeigt, dass das Vorlesen die Tiere beruhigt und die Wiedergewöhnung beschleunigen kann.

Öffentlich bekannt wurde die Idee in einem Tierheim im amerikanischen Pennsylvania. Dort schlug eine Mitarbeiterin ihrem Sohn vor, Katzen vorzulesen, um seine Lesefähigkeiten zu verbessern. Der Erfolg war so überzeugend, dass das Projekt schnell auch anderen Kindern in der Gemeinde angeboten wurde. Eine Universität in Boston fand heraus, dass Schüler, die sich als freiwillige Katzenvorleser engagieren, schneller und besser lesen lernen. Vor allem für Kinder mit Vorleseängsten oder Leseschwierigkeiten sind Katzen die geeigneten „Zuhörer“. Vielen Kindern macht es deutlich mehr Spaß, einer schnurrenden Katze als einem ungeduldigen Erwachsenen vorzulesen. Schläft die Katze dabei ein, ist das kein Problem: Jedes Kind weiß, welche Wirkung eine Gute-Nacht-Geschichte hat.

Ob man sich als Katzen-Vorleser engagieren kann, erfährt man am besten im örtlichen Tierheim. Geeignet ist jeder, der Spaß an Katzen und am Vorlesen hat, gern mit ihnen spielt und kuschelt.

Wer Katzen lieber in einem Tierheim im Ausland vorlesen möchte, findet hier weitere Informationen:

http://www.volunation.com/freiwilligenarbeit/suedafrika/tierauffangstation-90/

Über VoluNation

VoluNation ist Spezialist für weltweite Freiwilligenarbeit. Neben einem umfassenden Beratungsangebot bietet VoluNation kurzfristig buchbare Freiwilligenprojekte in mehreren Staaten Afrikas, Asiens und Südamerikas an. Weitere Informationen sind im Internet unter http:/www.VoluNation.com erhältlich.

Dienstag, 2. Juni 2015

Buchtipp: Der Tatzelwurm. Das Rätseltier in den Alpen

Ernst Probst:
Der Tatzelwurm

Das Rätseltier in den Alpen

Taschenbuch: 176 Seiten

GRIN-Verlag, München

ISBN-10: 3656860327

ISBN-13: 978-365686

Format: 14,8 x 1 x 21 cm

Preis: 35,40 CHF

Ein unscharfes Foto von einem unbekannten Tier aus der Schweiz mit einem Maul wie ein Haifisch, furchterregenden Zähnen und einer Nase wie ein Affe sorgte im April 1935 für großes Aufsehen in Europa. Denn bei diesem in einer Berliner Zeitschrift veröffentlichten Bild handelte es sich angeblich um die erste Aufnahme von einem Tatzelwurm. Immer wieder wollen Augenzeugen einen solchen Wurm mit katzenartigem Kopf und zwei kurzen Beinen gesehen haben. Die meisten Menschen betrachten den Tatzelwurm lediglich als Fabeltier, das nur in der Phantasie existiert. Es gibt aber auch Leute, die ihn für ein tatsächlich heute noch vorkommendes Tier halten. Was davon richtig ist, müssen die Leser/innen des Buches „Der Tatzelwurm" selbst entscheiden.

Wiesbadener Höhlenbär-Vorfahre

Wiesbaden (welt-des-wissens) – Der Vorfahre des Höhlenbären (Ursus spelaeus) aus dem Eiszeitaltalter hat in der Wiesbadener Gegend gelebt. Das geht aus dem Taschenbuch „Der Höhlenbär“ (Diplomica-Verlag, Hamburg) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst hervor.>p>

Nach gegenwärtigem Wissensstand entwickelte sich der Höhlenbär vielleicht bereits vor etwa 400.000 oder erst vor rund 125.000 Jahren aus dem Mosbacher Bären (Ursus deningeri), der auch Deninger-Bär genannt wird. Dieser Bär wurde 1904 von dem Mainzer Paläontologen Wilhelm von Reichenau (1847–1925) nach schätzungsweise 600.000 Jahre alten Funden aus den Mosbach-Sanden bei Wiesbaden erstmals wissenschaftlich beschrieben. Mit dem Artnamen deningeri erinnerte Reichenau an den in Mainz geborenen Geologen Karl Julius Deninger (1878–1917).

Wilhelm von Reichenau stammte aus Dillenburg, war Offizier, gab diesen Beruf aber wegen einer Kriegsverletzung auf. 1879 wurde er Präparator der Rheinischen Naturforschenden Gesellschaft in Mainz, 1888 Konservator an deren naturkundlichem Museum, 1907 Ehrendoktor der Philosophie der Universität Gießen. Ab 1910 fungierte er als Direktor des neuen Naturhistorischen Museums Mainz und war ab jenem Jahr auch Professor.

Die Mosbach-Sande sind nach dem Dorf Mosbach zwischen Wiesbaden und Biebrich benannt, wo man schon 1845 in etwa zehn Meter Tiefe erste eiszeitalterliche Großsäugerreste entdeckte. Dabei handelt es sich um Flussablagerungen des eiszeitalterlichen Mains, der damals weiter nördlich als heute in den Rhein mündete, des Rheins und von Taunusbächen.

1882 schlossen sich die Dörfer Mosbach und Biebrich zur Stadt Mosbach-Biebrich zusammen. In der Folgezeit wuchs die Bedeutung von Biebrich durch Schloss, Rheinverkehr, Industrie und Kaserne so stark, dass man 1892 den Begriff Mosbach aus dem Stadtnamen strich. Am 1. Oktober 1926 wurde Biebrich in Wiesbaden eingemeindet.

Beim Abbau der Mosbach-Sande kommen immer wieder Überreste von Wirbeltieren zum Vorschein, die wohl zum größten Teil aus dem nach einem englischen Fundort bezeichneten Cromer-Komplex (etwa 800.000 bis 480.000 Jahre) stammen. Das Klima im Cromer war nicht einheitlich. Einerseits gab es milde, andererseits aber auch kühle Abschnitte.

Aus den Mosbach-Sanden hat Wilhelm von Reichenau 1906 auch den Mosbacher Löwen (Panthera leo fossilis) erstmals beschrieben. Diese Raubkatze aus der Zeit des Mosbacher Bären erreichte eine Kopfrumpflänge bis zu 2,40 Metern. Zusammen mit dem maximal 1,20 Meter langen Schwanz hatte dieser Löwe eine Gesamtlänge bis zu 3,60 Metern, womit er die Durchschnittsgröße heutiger Löwen aus Afrika um rund einen halben Meter übertraf. Nachzulesen ist dies in dem Taschenbuch „Höhlenlöwen“ (GRIN-Verlag, München) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.

Das Naturhistorische Museum Mainz besitzt mit mehr als 25.000 Funden aus den Mosbach-Sanden die größte Sammlung von Tieren aus dem Eiszeitalter des Rhein-Main-Gebietes. Die rund 2000 Funde umfassende Sammlung von Fossilien aus den Mosbach-Sanden im Museum Wiesbaden ist merklich kleiner, kann sich aber dafür des älteren Bestandes rühmen.

Im Fundgut der Archäologischen Denkmalpflege Hessen in Wiesbaden aus den Mosbach-Sanden sind Mosbacher Bären – nach Beobachtungen des Paläontologen Thomas Keller – die
am häufigsten vertretenen Raubtiere. Keller unternahm von 1991 bis zu seiner Pensionierung Forschungen in den Mosbach-Sanden. Unter den im Naturhistorischen Museum Mainz aufbewahrten Fossilien aus den Mosbach-Sanden überwiegen bei den Raubtieren dagegen die Wölfe.

Montag, 1. Juni 2015

Ein kleiner Nürnberger wurde großer Dinosaurier-Forscher

Nürnberg (welt-des-wissens) – Am 12. Juni 1871 kam in Nürnberg ein Junge zur Welt, der als erwachsener Mann einer der berühmtesten Dinosaurier-Forscher wurde. Sein Name ist Ernst Stromer von Reichenbach. Sein Vater war der Nürnberger Bürgermeister Karl Otto Freiherr Stromer von Reichenbach (1831-1891). Seine Mutter hieß Bertha Stromer von Reichenbach (1842-1916) und war eine geborene von Beust.

Ernst Stromer, wie er sich bescheiden selbst nannte, war der dritte Sohn seiner adligen Eltern. Vor ihm waren seine Brüder Carl Eduard Rudolf (1865-1867) und Carl Emil Friedrich (1867-1940), genannt Fritz, geboren worden. Die Stromer sind ein berühmtes Adelsgeschlecht, das im Mittelalter als eine der wichtigsten Patrizierfamilien der „Freien Reichsstadt Nürnberg“ galt. Manche Mitglieder der Familie Stromer fungierten als Handelsherren, Baumeister, Erfinder, Verwalter der städtischen Steuern („Vorderster Losunger“) und Bürgermeister von Nürnberg.

Als Schulkind entdeckte Ernst Stromer am Fuß des Moritzberges bei Nürnberg das versteinerte Gehäuse eines Meerestieres aus der frühen Jurazeit vor etwa 180 Millionen Jahren. Dieser Ammonit hatte einen Durchmesser von etwa 40 Zentimetern, wurde im Schloss Grünsberg bei Altdorf aufbewahrt, aber in den 1980er Jahren gestohlen.

Die Entdeckung des Ammoniten war für Ernst Stromer ein Schlüsselerlebnis. Sie weckte seinen Berufswunsch, später Paläontologe, also ein Urzeitforscher, zu werden. Tatsächlich verwirklichte er dies nach Schulbesuch und Studium und arbeitete an der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und historische Geologie in München sowie an der Universität München.

Im Januar 1911 stieß Ernst Stromer bei seiner dritten und letzten Ägypten-Expedition in der Bahariyya-Oase in der Sahara auf eine Fundstelle, an der die ersten Dinosaurier Ägyptens entdeckt wurden. Nach seiner Abreise im Februar 1911 nahm sein Freund und Helfer, der österreichische Fossiliensammler Richard Markgraf (1869-1916), bis 1914 Grabungen in der Bahariyya-Oase vor und schickte seine Funde an Stromer nach München.

Bei der Bearbeitung der Funde aus Ägypten identifizierte Ernst Stromer insgesamt vier bis dahin unbekannte Dinosaurier-Gattungen. 1915 beschrieb er Spinosaurus (Dornen-Echse), 1931 Carcharodontosaurus (Haizahn-Echse), 1932 Aegyptosaurus (Echse aus Ägypten) und 1934 Bahariasaurus (Echse aus Bahariyya). Tragischerweise gingen die wissenschaftlich wertvollen Funde bei einem Luftangriff auf München im April 1944 verloren.

Nachdem Ernst Stromer in München zum fünften Mal seine Wohnung durch Bombentreffer verloren hatte, wohnte er ab 1944 auf Schloss Grünsberg bei Altdorf, das sich seit 1754 im Besitz der Familie Stromer befindet. Am 18. Dezember 1952 starb Ernst Stromer im Alter von 81 Jahren in Erlangen. Sein Grab befindet sich auf dem Nürnberger Johannisfriedhof, wo berühmte Persönlichkeiten aus vier Jahrhunderten bestattet sind.

Das Leben und Werk von Ernst Stromer werden in dem Taschenbuch „Der rätselhafte Spinosaurus“ (GRIN-Verlag, München) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst geschildert. Der bis zu 18 Meter lange Spinosaurus mit einem 1,70 Meter hohen Rückensegel gilt heute als größter Raub-Dinosaurier sowie neuerdings als ein an das Leben im Wasser angepasster Dinosaurier und Fischjäger.


Bestellung des E-Books oder gedruckten Taschenbuches „Der rätselhafte Spinosaurus“ bei:

http://www.grin.com/de/e-book/299203/der-raetselhafte-spinosaurus

Sonntag, 31. Mai 2015

Taschenbücher von Ernst Probst bei Diplomica


 

Hamburg / Wiesbaden (welt-des-wissens) – Immer mehr Taschenbücher und E-Books des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst erscheinen im Diplomica-Verlag, der in Hamburg ansässig ist. Dort sind derzeit (Stand Juni 2015) folgende Titel von Probst erhältlich: Deutschland im Eiszeitalter: Klima, Landschaft, Pflanzen und Tiere vor 2,6 Millionen bis 11.700 Jahren, Säbelzahnkatzen, Der Höhlenbär, Weisheiten der Indianer, Königinnen der Lüfte (Biographien berühmter Fliegerinnen).


Von 1986 bis heute hat Ernst Probst mehr als 300 Bücher, Taschenbücher und Broschüren sowie über 300 E-Books im PDF-Format veröffentlicht. Die meisten davon erschienen im GRIN-Verlag (München). Die ersten Bücher von Probst (Deutschland in der Urzeit, Deutschland in der Steinzeit, Deutschland in der Bronzeit, Rekorde der Urzeit, Dinosaurier in Deutschland) stammen aus dem Verlag C. Bertelsmann (München). Einige Titel entstanden im Verlag Ernst Probst (Mainz-Kostheim), den der Autor von 2001 bis 2006 betrieb. 

Samstag, 30. Mai 2015

Foto von Ernst Stromer ziert vier Taschenbücher

Nürnberg (welt-des-wissens) - Die Stromer sind ein berühmtes Adelsgeschlecht, das im Mittelalter als eine der wichtigsten Patrizierfamilien der „Freien Reichsstadt Nürnberg“ galt. Manche Mitglieder der Familie Stromer fungierten als Handelsherren, Baumeister, Erfinder, Verwalter der städtischen Steuern („Vorderster Losunger“) und Bürgermeister von Nürnberg. Der renommierte Naturforscher Ernst Stromer von Reichenbach (1871–1952) verfasste auf Wunsch seines 1944 in russische Kriegsgefangenschaft geratenen Sohnes und Historikers Wolfgang (1922–1999) die 1951 erschienene Publikation „Unsere Ahnen in der Reichsstadt Nürnberg 1250–1806“. In diesem Werk wird das Leben zahlreicher berühmter Stromer geschildert. Beim GRIN-Verlag (München) ist jetzt ein Nachdruck dieser Publikation mit einigen Ergänzungen erschienen.

Ernst Stromer von Reichenbach steht im Mittelpunkt des Taschenbuches „Der rätselhafte Spinosaurus“ (GRIN-Verlag) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Mit einer Länge bis zu 18 Metern gilt Spinosaurus heute als der größte Raub-Dinosaurier. Er trug einen 1,75 Meter langen Kopf und ein 1,70 Meter hohes Rückensegel, dessen Funktion umstritten ist. Neuerdings betrachtet man Spinosaurus als einen an das Leben im Wasser angepassten Dinosaurier und Fischjäger. Spinosaurus ist eine der vier Dinosaurier-Gattungen aus Ägypten, die von Ernst Stromer erstmals beschrieben wurden.

„Schloss Grünsberg. Von der Burg im Grunde bis zum Barock-Schloss“  heißt ein kleines Taschenbuch von Ernst Probst. Darin geht es um Schloss Grünsberg bei Altdorf unweit von Nürnberg, das sich seit 1754 im Besitz der Familie Stromer befindet. Auf Schloss Grünsberg lebte der erwähnte Dinosaurier-Forscher Ernst Stromer von 1944 bis zu seinem Tod im Jahre 1952.

Ein Foto von Ernst Stromer, wie sich der adlige Gelehrte und Nürnberger Bürgermeistersohn bescheiden nannte, mit einem riesigen Dinosaurier-Knochen aus Ägypten in einer Hand ziert drei weitere Taschenbücher von Ernst Probst. Dabei handelt es sich um die ebenfalls im GRIN-Verlag erschienenen Werke „Dinosaurier von A bis K“, „Dinosaurier von L bis Z“ und „Raub-Dinosaurier von A bis Z“. Das Foto wurde von der „Stromerschen Kulturgut-, Denkmal- und Naturstiftung“ zur Verfügung gestellt.


Unsere Ahnen in der Reichsstadt Nürnberg

Schloss Grünsberg

Der rätselhafte Spinosaurus

Dinosaurier von A bis K

Dinosaurier von L bis Z

Raub-Dinosaurier von A bis Z


Samstag, 23. Mai 2015

Es begann mit einem Ammoniten am Moritzberg

Darstellung eines Ammoniten von Heinrich Harder aus dem Jahre 1916

Buch schildert Leben und Werk des Forschers Ernst Stromer von Reichenbach

München / Nürnberg / Wiesbaden (welt-des-wissens) - Als Schulkind hatte der fränkische Freiherr Ernst Stromer von Reichenbach (1871-1952) ein prägendes Erlebnis, das seinen Wunsch weckte, als Erwachsener ein Paläontologe zu werden. Am Fuße des Moritzberges unweit von Nürnberg entdeckte der kleine Ernst das versteinerte Gehäuse eines mehr als 40 Zentimeter großen Ammoniten der Gattung Arietes aus der frühen Jurazeit vor etwa 180 Millionen Jahren. Damals ahnte niemand, dass Ernst einer der bedeutendsten Dinosaurier-Forscher der Welt werden würde.

In einem Fernsehfilm des „ZDF“ von 2014 ist zu sehen, wie Ernst zusammen mit seinem älteren Bruder Fritz den Ammoniten in einem zweirädrigen Karren transportiert. Auf einem alten Foto posiert die Familie Stromer neben dem lose an eine Mauer gelehnten Ammoniten vor dem Tor ihres Schlosses Grünsberg bei Altdorf unweit von Nürnberg. Ab 1951 zierte der Ammonit eingemauert einen Pfeiler des Wehrganges von Schloss Grünsberg, bis er in den 1980er Jahren gestohlen wurde.

Ernst Stromer gebührt die Ehre, die ersten Dinosaurier Ägyptens identifiziert zu haben. Er war während seiner dritten Ägypten-Expedition im Winter 1910/1911 im Januar 1911 in der Baharyya-Oase in der Sahara auf eine Fundstelle gestoßen, an der seine Grabungsteams von 1911 bis 1914 rund 95 Millionen Jahre alte Fossilien von Dinosauriern, Krokodilen und anderen Urzeit-Tieren bargen. Als wichtiger Freund und Helfer erwies sich dabei der österreichische Musiker und Fossiliensammler Richard Markgraf (1969-1916).

Von 1915 bis 1934 beschrieb der in Nürnberg geborene Bürgermeistersohn und später in München arbeitende Paläontologe Ernst Stromer insgesamt vier bis dahin unbekannte Gattungen von Dinosauriern. Darunter erregte der Raub-Dinosaurier Spinosaurus (Dornen-Echse) besonders großes Aufsehen. Denn jener gilt heute mit einer Länge bis zu 18 Metern als der größte Raub-Dinosaurier. Selbst den imposanten Tyrannosaurus übertraf er um rund fünf Meter Länge.

Nach neueren Erkenntnissen dürfte Spinosaurus ein an das Leben im Wasser angepasster Dinosaurier gewesen sein. Er jagte und fraß vor allem große Fische. Beieindruckend groß waren sein 1,75 Meter langer, krokodilähnlicher Schädel und sein mannshohes Rückensegel, dessen Funktion noch heute umstritten ist.

Außer Spinosaurus beschrieb Ernst Stromer auch die Dinosaurier Carcharodontosaurus (Haizahn-Echse) 1931, Aegyptosaurus (Ägyptische Echse) 1932 und Bahariasaurus (Echse aus Bahariyya) 1934. Von Stromer erstmals beschrieben wurden zudem die Krokodile Libycosuchus 1914 und Stomatosuchus 1925 aus Ägypten.

Die wissenschaftlich wertvollen Originalfunde der ersten Dinosaurier Ägyptens wurden bei einem britischen Luftangriff auf München in der Nacht vom 24. zum 25. April 1944 zerstört. Zwei der drei Söhne von Ernst Stromer kehrten nicht aus dem Zweiten Weltkrieg zurück. In München wurden Ernst Stromer und seine Frau Elisabeth, die er 1910 in Ägypten kennen gelernt hatte, fünf Mal ausgebombt. Ab 1944 wohnte Ernst Stromer auf Schloss Grünsberg bei Altdorf unweit von Nürnberg, das 1754 in den Besitz seiner Familie gelangt war.

Am 18. Dezember 1952 starb Ernst Stromer im Alter von 81 Jahren in Erlangen. Sein Grab befindet sich auf dem Nürnberger Johannisfriedhof, auf dem berühmte Persönlichkeiten aus vier Jahrhunderten bestattet sind.

Das Leben und Werk des Forschers Ernst Stromer von Reichenbach wird in dem Taschenbuch „Der rätselhafte Spinosaurus“ (GRIN-Verlag, München) in Wort und Bild geschildert. Autor ist der Wiesbadener Wissenschaftsautor Ernst Probst, der von 1986 bis heute mehr als 300 Bücher, Taschenbücher und Broschüren veröffentlichte. Zu seinen Spezialitäten gehören Publikationen aus den Themenbereichen Paläontologie, Zoologie, Archäologie und Geschichte.

Bestellung des E-Books oder gedruckten Taschenbuches „Der rätselhafte Spinosaurus“ bei:
http://www.grin.com/de/e-book/299203/der-raetselhafte-spinosaurus

Donnerstag, 21. Mai 2015

Blog Spinosaurus und Ernst Stromer


Nürnberg / München / Wiesbaden (welt-des-wissens) - Spinosaurus und Ernst Stromer - so heißt ein Blog des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Er ist Autor des Taschenbuches "Der rätselhafte Spinosaurus. Leben und Werk des Forschers Ernst Stromer von Reichenbach". Ernst Stromer, wie sich der adlige Gelehrte bescheiden selbst nannte, hat die ersten Dinosaurier Ägyptens identifiziert. Ingesamt beschrieb er von 1915 bis 1934 vier bis dahin unbekannte Dinosaurier-Gattungen aus Ägypten. Am bekanntesten davon ist Spinosaurus (Dornen-Echse), der mit einer Länge bis zu 18 Metern als der größte Raub-Dinosaurier der Welt gilt. Spinosaurus trug einen 1,75 Meter langen Schädel und ein mannshohes Rückensegel. Neuerdings betrachtet man ihn an ein Leben im Wasser angepassten Dinosaurier und als Fischjäger. Ernst Stromer wurde 1871 in Nürnberg als Sohn eines Bürgermeisters geboren, arbeitete später als Paläontologe in München, lebte die letzten Jahre seines Lebens auf Schloss Grünsberg bei Altdorf unweit von Nürnberg und starb 1952 in Erlangen. Sein Grab befindet sich auf dem berühmten Nürnberger Johannisfriedhof. Das Taschenbuch "Der rätselhafte Spinosaurus" ist im "GRIN-Verlag" (München) erschienen und reich bebildert.

Bestellung des E-Books oder gedruckten Taschenbuches „Der rätselhafte Spinosaurus“ bei:
http://www.grin.com/de/e-book/299203/der-raetselhafte-spinosaurus

Bücher von Ernst Probst in der Reihe Urzeit





Hamburg / Wiesbaden (welt-des-wissens) – Einige Taschenbücher aus der Feder des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst mit Themen aus der Paläontologie erscheinen neuerdings außer im „GRIN-Verlag“ (München) auch beim Diplomica-Verlag (Hamburg) in der „Reihe Urzeit“. Band 1 in dieser Reihe ist der Titel „Deutschland im Eiszeitalter“. Band 2 heißt „Säbelzahnkatzen“. Band 3 trägt den Namen „Der Höhlenbär“. Beim „Diplomica-Verlag“ sind auch die Taschenbücher „Königinnen der Lüfte“ mit Biografien berühmter Fliegerinnen und „Weisheiten der Indianer“ von Ernst Probst erhältlich.

Der Journalist und Wissenschaftsautor Ernst Probst hat von 1986 bis heute rund 300 Bücher, Taschenbücher und Broschüren sowie mehr als 300 E-Books veröffentlicht. Er schrieb vor allem populärwissenschaftliche Werke aus den Themenbereichen Paläontologie, Zoologie, Kryptozoologie, Archäologie, Geschichte, Luftfahrt sowie Biografien über berühmte Frauen und Männer. Am bekanntesten sind seine Werke „Deutschland in der Urzeit“, „Deutschland in der Steinzeit“ und „Deutschland in der Bronzezeit“, die bei C. Bertelsmann erschienen sind.

Paläontologie (Auswahl): Deutschland in der Urzeit, Rekorde der Urzeit (1992), Rekorde der Urzeit. Landschaften, Pflanzen und Tiere (2008), Dinosaurier in Deutschland (1993 zusammen mit Raymund Windolf), Archaeopteryx. Die Urvögel aus Bayern, Dinosaurier in Deutschland. Von Compsognathus bis zu Stenopelix (2010), Dinosaurier in Baden-Württemberg, Dinosaurier in Bayern, Dinosaurier in Niedersachsen, Dinosaurier von A bis K, Dinosaurier von L bis Z, Raub-Dinosaurier von A bis Z, Deutschland im Eiszeitalter, Der Ur-Rhein, Als Mainz noch nicht am Rhein lag, Der Rhein-Elefant, Krallentiere am Ur-Rhein, Menschenaffen am Ur-Rhein, Säbelzahntiger am Ur-Rhein, Das Dinotherium-Museum in Eppelsheim (zusammen mit Dr. Jens Lorenz Franzen und Heiner Roos), Höhlenlöwen, Der Höhlenlöwe, Der Mosbacher Löwe, Säbelzahnkatzen, Die Dolchzahnkatze Megantereon, Die Dolchzahnkatze Smilodon, Die Säbelzahnkatze Homotherium, Die Säbelzahnkatze Machairodus, Der Europäische Jaguar, Eiszeitliche Geparde in Deutschland, Eiszeitliche Leoparden in Deutschland, Eiszeitliche Raubkatzen in Deutschland, Der Amerikanische Höhlenlöwe, Der Ostsibirische Höhlenlöwe,  Löwenfunde in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Der Höhlenbär, Johann Jakob Kaup. Der große Naturforscher aus Darmstadt, Das Mammut (Mit Zeichnungen von Shuhei Tamura), Tiere der Urwelt. Leben und Werk des Berliner Malers Heinrich Harder, Aepyornis. Der Vogel, der die größten Eier legte, Argentavis. Der größte fliegende Vogel, Brontornis. Riesenvögel in Argentinien, Dinornis. Der größte Vogel aller Zeiten, Dromornis. Der schwerste Vogel aller Zeiten, Harpagornis. Der größte Greifvogel der Neuzeit, Hesperornis. Der große Vogel des Westens, Pelagornis. Der größte Meeresvogel, Phorusrhacos. Der riesige Terrorvogel, Tiere der Urzeit. Rekorde von Insekten, Fischen, Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren, 30 Tiere der Urwelt. Bilder von F. John, Der rätselhafte Spinosaurus. Leben und Werk des Forschers Ernst Stromer von Reichenbach

Zoologie: Mit Gorillas auf Du. Kurzbiografie der Primatologin und Zoologin Dian Fossey, Mit Schimpansen auf Du. Kurzbiografie der Primatologin Jane Goodall, Mit Orang-Utans auf Du. Kurzbiografie der Anthropologin und Anthropologin Biruté Galdikas

Archäologie: Deutschland in der Steinzeit, Rekorde der Urmenschen, Deutschland in der Bronzezeit, Deutschland in der Frühbronzezeit, Die Bronzezeit, Die Aunjetitzer Kultur in Deutschland, Die Straubinger Kultur in Deutschland, Die Singener Gruppe, Die Arbon-Kultur in Deutschland, Die Ries-Gruppe und die Neckar-Gruppe, Die Adlerberg-Kultur, Der Sögel-Wohlde-Kreis, Die nordische Bronzezeit in Deutschland, Deutschland in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in Deutschland, Die ältere Bronzezeit in Nordrhein-Westfalen, Die Bronzezeit in der Lüneburger Heide, Die Stader Gruppe, Die Oldenburg-emsländische Gruppe, Deutschland in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in Deutschland, Die Unstrut-Gruppe, Die Helmsdorfer Gruppe, Die Saalemündungs-Gruppe, Die Lausitzer Kultur in Deutschland, Österreich in der Frühbronzezeit, Die Leithaprodersdorf-Gruppe, Die Aunjetitzer Kultur in Österreich, Die Straubinger Kultur in Österreich, Die Unterwölblinger Gruppe, Die Wieselburger Kultur, Die Litzenkeramik oder Draßburger Kultur, Die Attersee-Gruppe, Österreich in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in Österreich, Österreich in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in Österreich, Die Nordtiroler Urnenfelder-Kultur, Die Laugen-Melaun-Gruppe, Die Caka-Kultur, Die Schweiz in der Frühbronzezeit, Die Rhone-Kultur, Die Arbon-Kultur in der Westschweiz, Die Inneralpine Bronzezeit-Kultur in der Schweiz, Die Schweiz in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in der Schweiz, Die Schweiz in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in der Schweiz, Die Laugen-Melaun-Gruppe in der Schweiz, Das Moustérien. Die große Zeit der Neandertaler, Das Rätsel der Großsteingräber. Die nordwestdeutsche Trichterbecher-Kultur, Die ersten Bauern in Deutschland. Die Linienbandkeramische Kultur (5500 bis 4900 v. Chr.)

Kryptozoologie: Affenmenschen. Von Bigfoot bis zum Yeti, Alma. Ein Affenmensch in Eurasien, Bigfoot. Der Affenmensch aus Nordamerika, Chuchunaa. Der sibirische Affenmensch, Der De-Loys-Affe. Ein Menschenaffe in der „Neuen Welt“?, Nguoi Rung. Der vietnamesische Affenmensch, Orang Pendek. Der kleine Affenmensch auf Sumatra, Skunk Ape. Der Affenmensch in Florida, Yeren. Der chinesische Affenmensch, Yeti. Der Schneemensch im Himalaja, Yowie. Der australische Affenmensch, Das Einhorn. Ein Tier, das nie gelebt hat, Drachen. Wie die Sagen über Lindwürmer entstanden, Nessie. Das Monsterbuch, Monstern auf der Spur. Wie die Sagen über Drachen, Riesen und Einhörner entstanden, Riesen. Von Agaion bis Ymir, Seeungeheuer. 100 Monster von A bis Z, Der Tatzelwurm. Das Rätseltier in den Alpen

Biografien (Auswahl): 14 Taschenbücher über Superfrauen (Superfrauen 1 – Geschichte, Superfrauen 2 – Religion, Superfrauen 3 – Politik, Superfrauen 4 – Wirtschaft und Verkehr,  Superfrauen 5 – Wissenschaft, Superfrauen 6 – Medizin, Superfrauen 7 – Film und Theater, Superfrauen 8 – Literatur, Superfrauen 9 – Malerei und Fotografie, Superfrauen 10 – Musik und Tanz, Superfrauen 11 – Feminismus und Familie, Superfrauen 12 – Sport, Superfrauen 13 Mode und Kosmetik, Superfrauen 14 – Medien und Astrologie), Christl-Marie Schultes. Die erste Fliegerin in Bayern, Drei Königinnen der Lüfte in Bayern (zusammen mit Josef Eimannsberger), Frauen im Weltall, Königinnen der Lüfte, Königinnen der Lüfte von A bis Z. Biografien berühmter Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen und Astronautinnen, Königinnen der Lüfte in Deutschland, Königinnen der Lüfte in Frankreich, Königinnen der Lüfte in England, Australien und Neuseeland, Königinnen der Lüfte in Europa, Königinnen der Lüfte in Amerika, Theo Lederer. Ein Flugzeugsammler aus Oberbayern, Königinnen des Films (in Arbeit), Königinnen des Tanzes, Königinnen des Theaters, Superfrauen aus dem Wilden Westen, Malende Superfrauen, Der Schwarze Peter. Ein Räuber aus dem Hunsrück und Odenwald, Meine Worte sind wie die Sterne. Die Entstehung der Rede des Häuptlings Seattle (zusammen mit Sonja Probst), Franziska Streitel – Die „Dienerin Gottes“ aus Franken, Elisabeth I. Tudor. Die jungfräuliche Königin, Lucrezia Borgia. Die schöne Tochter eines Papstes, Maria Stuart. Schottlands tragische Königin, Machbuba. Die Sklavin und der Fürst, Hildegard von Bingen. Die deutsche Prophetin, Julchen Blasius. Die Räuberbraut des Schinderhannes, Zenobia. Eine Frau kämpft gegen die Römer, Cortés und Malinche. Der spanische Eroberer und seine indianische Geliebte, Katharina II. die Große. Die Deutsche auf dem Zarenthron, Pompadour und Dubarry. Die Mätressen von Louis XV., Königinnen des Films 1, Königinnen des Films 2, Königinnen des Films in Italien, Lucille Ball – Der „weibliche Charlie Chaplin“, Theda Bara – Der erste Vamp des Kinos, Brigitte Bardot – „B.B.“- Das Sexsymbol der 1950-er Jahre, Ingrid Bergman – Der Weltstar aus Schweden, Joan Crawford – Der Filmstar mit den breiten Schultern, Bette Davis – Die Frau, die 100 Filme hinterließ, Marlene Dietrich – Die deutsche „Göttin des Films“, Jodie Foster – Hollywoods klügste Schönheit, Greta Garbo – Die „Göttliche“, Ava Gardner – Die „Königin von Hollywood“, Judy Garland – Der unglückliche Hollywood-Star, Janet Gaynor – Die erste „Oscar“-Preisträgerin – Uschi Glas – Deutschlands „Quotenqueen auf dem Bildschirm“, Jean Harlow – Das platinblonde Sexsymbol der 1930-er Jahre, Rita Hayworth – Die „Venus des Atomzeitalters“, Katharine Hepburn – Die „Königinmutter von Hollywood“, Grace Kelly – Der Star, der den Traumprinzen heiratete, Hildegard Knef – Der deutsche Weltstar mit drei Karrieren, Zarah Leander – Der „UFA“-Star der 1930-er und 1940-er Jahre, Vivien Leigh – Der Weltstar aus „Vom Winde verweht“, Ruth Leuwerik – Die „Königin des Melodramas“ , Gina Lollobrigida. Die „Lollo“ - der Stern der 1950-er Jahre,  Sophia Loren – Der italienische Filmstar der 1960-er Jahre - Melina Mercouri – Der Star aus „Sonntags ... nie!“, Inge Meysel – Die „Fernsehmutter der Nation“, Marilyn Monroe – Amerikas größter Filmstar, Pola Negri – Der Stummfilmstar aus Polen, Asta Nielsen – Deutschlands erster Filmstar, Leni Riefenstahl – Die meisterhafte Regisseurin und Fotografin, Julia Roberts – Das Sexsymbol der 1950-er Jahre, Margaret Rutherford – Die beste Komödiantin Englands der 1960-er Jahre, Adele Sandrock – Die komische Alte des deutschen Kinos, Romy Schneider – Sie wollte nicht ewig „Sissi“ sein, Hanna Schygulla – Der deutsche Weltstar, Simone Signoret – Frankreichs Sexsymbol der 1950-er Jahre, Meryl Streep – Ein Star auf der Bühne, der Leinwand und dem Bildschirm, Gloria Swanson – Die Mondäne auf der Kinoleinwand, Elizabeth („Liz“) Taylor – die „Königin von Hollywood“, Liv Ullmann – Die große norwegische Schauspielerin, Grethe Weiser – Die volkstümliche Schauspielerin, Mae West – Die Komödiantin der Spitzenklasse, rund 70 Kurzbiografien über berühmte Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen, Dr. Veronica Carstens – Die Förderin der Naturheilkunde, Dorothea Erxleben. Die erste deutsche Ärztin, Schreibende Superfrauen in Deutschland. Cockacoeske. Die Königin von Pamunkey, Kateri Tekakwitha. Die erste selige Indianerin in Nordamerika, Lozen. Die tapfere Kriegerin der Apachen, Mohongo. Die Indianerin, die in Europa tanzte, Sacajawea. Die indianische Volksheldin, Sieben berühmte Indianerinnen, Louis XV. Der Vielgeliebte, Marquise de Pompadour. Die erste bürgerliche Mätresse von Louis XV., Madame Dubarry. Von der Dirne zur Mätresse des Königs, Die Comtessen de Mailly-Nesle. Vier adelige Schwestern für den König, Marie-Louise O’Murphy de Boisfally. Eine Geliebte von Louis XV., Schloss Grünsberg. Von der Burg im Grunde bis zum Barockschloss

Interviews: Was ist ein Menhir? Interview mit dem Mainzer Archäologen Dr. Detert Zylmann über Hinkelsteine, Wer ist der kleinste Dinosaurier? Interviews mit dem Wissenschaftsautor Ernst Probst, Wer war der Stammvater der Insekten? Interview mit dem Stuttgarter Biologen und Paläontologen Dr. Günter Bechly, Neues vom Ur-Rhein. Interview mit dem Geologen und Paläontologen Dr. Jens Sommer

Aphorismen: Der Ball ist ein Sauhund. Weisheiten und Torheiten über Fußball, Worte sind wie Waffen. Weisheiten und Torheiten über die Medien (beide zusammen mit Doris Probst, Schweigen ist nicht immer Gold. Zitate von A bis Z, Weisheiten der Indianer

Freitag, 15. Mai 2015

Ein Wasser-Dinosaurier aus der Wüste



Skelettrekonstruktion von Spinosaurus - Zeichnung: Stromersche Kulturgut-, Denkmal- und Naturstiftung

Kairo / München / Nürnberg (welt-des-wissens) – Ausgerechnet in der Wüste gelang vor mehr als 100 Jahren die Entdeckung des ersten an ein Leben im Wasser angepassten Dinosauriers. Auf den Fundort in der Bahariyya-Oase in der ägyptischen Sahara war im Januar 1911 der deutsche Paläontologe Ernst Stromer von Reichenbach gestoßen. Eigentlich hatte er dort fossile Reste von Säugetieren aus dem Eozän und Oligozän vor etwa 40 bis 30 Millionen Jahren erhofft. Doch überraschenderweise barg man die ersten Dinosaurier Ägyptens aus der Kreidezeit vor rund 95 Millionen Jahren.

Die Entdeckung der Dinosaurier-Fundstelle glückte bei der dritten und letzten Ägypten-Expedition von Ernst Stromer, wie sich der adlige Wissenschaftler selbst bescheiden nannte. Stromer war 1871 in Nürnberg als Sohn des Bürgermeisters Karl Otto Stromer von Reichenbach zur Welt gekommen und hat später in München an der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und historische Geologie sowie an der Universität gearbeitet.

Ein Freund und wichtiger Helfer von Ernst Stromer war der österreichische Musiker und Fossiliensammler Richard Markgraf. Nach der letzten Ägypten-Expedition von Stromer grub Markgraf von 1911 bis 1914 wiederholt in der Bahariyya-Oase in der Sahara, barg dort zahlreiche Dinosaurier-Reste und schickte diese nach München. 1912 fand er das Teilskelett des Raub-Dinosauriers Spinosaurus. Der Erste Weltkrieg (1914-1918) legte die Grabungstätigkeit von Markgraf lahm.

Ernst Stromer beschrieb von 1915 bis 1934 insgesamt vier bisher unbekannte Dinosaurier aus Ägypten: 1915 Spinosaurus (Dornen-Echse), 1931 Carcharodontosaurus (Haizahn-Echse), 1932 Aegyptosaurus (Echse aus Ägypten) und 1934 Bahariasaurus (Echse aus Bahariyya). Spinosaurus gilt heute mit einer Länge bis zu 18 Metern, einem Gewicht von schätzungsweise 9 Tonnen, einem 1,75 Meter langen Schädel und einem 1,70 Meter hohen Rückensegel als der größte Raub-Dinosaurier der Welt. Neuerdings betrachtet man ihn als Fischjäger.

In dem Taschenbuch „Der rätselhafte Spinosaurus“ (GRIN-Verlag, München) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst werden Leben und Werk des Forschers Ernst Stromer von Reichenbach geschildert sowie die Leistungen des Fossiliensammlers Richard Markgraf gewürdigt. Markgraf starb 1916 während des Ersten Weltkrieges im Alter von nur 47 Jahren. Ernst Stromer schrieb über ihn einen Nachruf, in dem er die Bedeutung von Markgraf für die Erforschung der Wirbeltierpaläontologie Ägyptens hervorhob.

Tragischerweise gingen die von Ernst Stromer erstmals beschriebenen Originalfunde von vier Dinosauriern bei einem britischen Luftangriff auf München in der Nacht vom 24. zum 25. April 1944 verloren. Der Direktor des Museums, in dem diese wissenschaftlich wertvollen Fossilien aufbewahrt wurden, hatte den Wunsch von Stromer, jene Funde an einen sicheren Ort zu bringen, ignoriert.

Ernst Stromer lebte, nachdem er in München fünf Mal ausgebombt worden war, ab 1944 auf Schloss Grünsberg bei Altdorf unweit von Nürnberg. Im Zweiten Weltkrieg verlor er zwei seiner drei Söhne. Sein überlebender Sohn Wolfgang kehrte 1950 nach fünfjähriger russischer Gefangenschaft zurück. 1952 starb Ernst Stromer im Alter von 81 Jahren in Erlangen. Sein Grab befindet sich auf dem Nürnberger Johannisfriedhof.

Bestellung des E-Books oder gedruckten Taschenbuches „Der rätselhafte Spinosaurus“ bei:

Donnerstag, 14. Mai 2015

Video: Bücher von Ernst Probst



München / Wiesbaden (welt-des-wissens) - Der Wiesbadener Journalist und Wissenschaftsautor Ernst Probst hat von 1986 bis heute rund 300 Bücher, Taschenbücher und Broschüren sowie mehr als 300 E-Books veröffentlicht. Er schrieb vor allem populärwissenschaftliche Werke aus den Themenbereichen Paläontologie, Zoologie, Kryptozoologie, Archäologie, Geschichte, Luftfahrt sowie Biografien über berühmte Frauen und Männer.

Paläontologie: Deutschland in der Urzeit, Rekorde der Urzeit (1992), Rekorde der Urzeit. Landschaften, Pflanzen und Tiere (2008), Dinosaurier in Deutschland (1993 zusammen mit Raymund Windolf), Archaeopteryx. Die Urvögel aus Bayern, Dinosaurier in Deutschland. Von Compsognathus bis zu Stenopelix (2010), Dinosaurier in Baden-Württemberg, Dinosaurier in Bayern, Dinosaurier in Niedersachsen, Dinosaurier von A bis K, Dinosaurier von L bis Z, Raub-Dinosaurier von A bis Z, Deutschland im Eiszeitalter, Der Ur-Rhein, Als Mainz noch nicht am Rhein lag, Der Rhein-Elefant, Krallentiere am Ur-Rhein, Menschenaffen am Ur-Rhein, Säbelzahntiger am Ur-Rhein, Das Dinotherium-Museum in Eppelsheim (zusammen mit Dr. Jens Lorenz Franzen und Heiner Roos), Höhlenlöwen, Der Höhlenlöwe, Der Mosbacher Löwe, Säbelzahnkatzen, Die Dolchzahnkatze Megantereon, Die Dolchzahnkatze Smilodon, Die Säbelzahnkatze Homotherium, Die Säbelzahnkatze Machairodus, Der Europäische Jaguar, Eiszeitliche Geparde in Deutschland, Eiszeitliche Leoparden in Deutschland, Eiszeitliche Raubkatzen in Deutschland, Der Amerikanische Höhlenlöwe, Der Ostsibirische Höhlenlöwe,  Löwenfunde in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Der Höhlenbär, Johann Jakob Kaup. Der große Naturforscher aus Darmstadt, Das Mammut (Mit Zeichnungen von Shuhei Tamura), Tiere der Urwelt. Leben und Werk des Berliner Malers Heinrich Harder, Aepyornis. Der Vogel, der die größten Eier legte, Argentavis. Der größte fliegende Vogel, Brontornis. Riesenvögel in Argentinien, Dinornis. Der größte Vogel aller Zeiten, Dromornis. Der schwerste Vogel aller Zeiten, Harpagornis. Der größte Greifvogel der Neuzeit, Hesperornis. Der große Vogel des Westens, Pelagornis. Der größte Meeresvogel, Phorusrhacos. Der riesige Terrorvogel, Tiere der Urzeit. Rekorde von Insekten, Fischen, Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren, 30 Tiere der Urwelt. Bilder von F. John, Der rätselhafte Spinosaurus. Leben und Werk des Forschers Ernst Stromer von Reichenbach

Zoologie: Mit Gorillas auf Du. Kurzbiografie der Primatologin und Zoologin Dian Fossey, Mit Schimpansen auf Du. Kurzbiografie der Primatologin Jane Goodall, Mit Orang-Utans auf Du. Kurzbiografie der Anthropologin und Anthropologin Biruté Galdikas

Archäologie: Deutschland in der Steinzeit, Rekorde der Urmenschen, Deutschland in der Bronzezeit, Deutschland in der Frühbronzezeit, Die Bronzezeit, Die Aunjetitzer Kultur in Deutschland, Die Straubinger Kultur in Deutschland, Die Singener Gruppe, Die Arbon-Kultur in Deutschland, Die Ries-Gruppe und die Neckar-Gruppe, Die Adlerberg-Kultur, Der Sögel-Wohlde-Kreis, Die nordische Bronzezeit in Deutschland, Deutschland in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in Deutschland, Die ältere Bronzezeit in Nordrhein-Westfalen, Die Bronzezeit in der Lüneburger Heide, Die Stader Gruppe, Die Oldenburg-emsländische Gruppe, Deutschland in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in Deutschland, Die Unstrut-Gruppe, Die Helmsdorfer Gruppe, Die Saalemündungs-Gruppe, Die Lausitzer Kultur in Deutschland, Österreich in der Frühbronzezeit, Die Leithaprodersdorf-Gruppe, Die Aunjetitzer Kultur in Österreich, Die Straubinger Kultur in Österreich, Die Unterwölblinger Gruppe, Die Wieselburger Kultur, Die Litzenkeramik oder Draßburger Kultur, Die Attersee-Gruppe, Österreich in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in Österreich, Österreich in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in Österreich, Die Nordtiroler Urnenfelder-Kultur, Die Laugen-Melaun-Gruppe, Die Caka-Kultur, Die Schweiz in der Frühbronzezeit, Die Rhone-Kultur, Die Arbon-Kultur in der Westschweiz, Die Inneralpine Bronzezeit-Kultur in der Schweiz, Die Schweiz in der Mittelbronzezeit, Die Hügelgräber-Kultur in der Schweiz, Die Schweiz in der Spätbronzezeit, Die Urnenfelder-Kultur in der Schweiz, Die Laugen-Melaun-Gruppe in der Schweiz, Das Moustérien. Die große Zeit der Neandertaler, Das Rätsel der Großsteingräber. Die nordwestdeutsche Trichterbecher-Kultur, Die ersten Bauern in Deutschland. Die Linienbandkeramische Kultur (5500 bis 4900 v. Chr.)

Kryptozoologie: Affenmenschen. Von Bigfoot bis zum Yeti, Alma. Ein Affenmensch in Eurasien, Bigfoot. Der Affenmensch aus Nordamerika, Chuchunaa. Der sibirische Affenmensch, Der De-Loys-Affe. Ein Menschenaffe in der „Neuen Welt“?, Nguoi Rung. Der vietnamesische Affenmensch, Orang Pendek. Der kleine Affenmensch auf Sumatra, Skunk Ape. Der Affenmensch in Florida, Yeren. Der chinesische Affenmensch, Yeti. Der Schneemensch im Himalaja, Yowie. Der australische Affenmensch, Das Einhorn. Ein Tier, das nie gelebt hat, Drachen. Wie die Sagen über Lindwürmer entstanden, Nessie. Das Monsterbuch, Monstern auf der Spur. Wie die Sagen über Drachen, Riesen und Einhörner entstanden, Riesen. Von Agaion bis Ymir, Seeungeheuer. 100 Monster von A bis Z, Der Tatzelwurm. Das Rätseltier in den Alpen

Biografien: 14 Taschenbücher über Superfrauen (Superfrauen 1 – Geschichte, Superfrauen 2 – Religion, Superfrauen 3 – Politik, Superfrauen 4 – Wirtschaft und Verkehr,  Superfrauen 5 – Wissenschaft, Superfrauen 6 – Medizin, Superfrauen 7 – Film und Theater, Superfrauen 8 – Literatur, Superfrauen 9 – Malerei und Fotografie, Superfrauen 10 – Musik und Tanz, Superfrauen 11 – Feminismus und Familie, Superfrauen 12 – Sport, Superfrauen 13 Mode und Kosmetik, Superfrauen 14 – Medien und Astrologie), Christl-Marie Schultes. Die erste Fliegerin in Bayern, Drei Königinnen der Lüfte in Bayern (zusammen mit Josef Eimannsberger), Frauen im Weltall, Königinnen der Lüfte, Königinnen der Lüfte von A bis Z. Biografien berühmter Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen und Astronautinnen, Königinnen der Lüfte in Deutschland, Königinnen der Lüfte in Frankreich, Königinnen der Lüfte in England, Australien und Neuseeland, Königinnen der Lüfte in Europa, Königinnen der Lüfte in Amerika, Theo Lederer. Ein Flugzeugsammler aus Oberbayern, Königinnen des Films (in Arbeit), Königinnen des Tanzes, Königinnen des Theaters, Superfrauen aus dem Wilden Westen, Malende Superfrauen, Der Schwarze Peter. Ein Räuber aus dem Hunsrück und Odenwald, Meine Worte sind wie die Sterne. Die Entstehung der Rede des Häuptlings Seattle (zusammen mit Sonja Probst), Franziska Streitel – Die „Dienerin Gottes“ aus Franken, Elisabeth I. Tudor. Die jungfräuliche Königin, Lucrezia Borgia. Die schöne Tochter eines Papstes, Maria Stuart. Schottlands tragische Königin, Machbuba. Die Sklavin und der Fürst, Hildegard von Bingen. Die deutsche Prophetin, Julchen Blasius. Die Räuberbraut des Schinderhannes, Zenobia. Eine Frau kämpft gegen die Römer, Cortés und Malinche. Der spanische Eroberer und seine indianische Geliebte, Katharina II. die Große. Die Deutsche auf dem Zarenthron, Pompadour und Dubarry. Die Mätressen von Louis XV., Königinnen des Films 1, Königinnen des Films 2, Königinnen des Films in Italien, Lucille Ball – Der „weibliche Charlie Chaplin“, Theda Bara – Der erste Vamp des Kinos, Brigitte Bardot – „B.B.“- Das Sexsymbol der 1950-er Jahre, Ingrid Bergman – Der Weltstar aus Schweden, Joan Crawford – Der Filmstar mit den breiten Schultern, Bette Davis – Die Frau, die 100 Filme hinterließ, Marlene Dietrich – Die deutsche „Göttin des Films“, Jodie Foster – Hollywoods klügste Schönheit, Greta Garbo – Die „Göttliche“, Ava Gardner – Die „Königin von Hollywood“, Judy Garland – Der unglückliche Hollywood-Star, Janet Gaynor – Die erste „Oscar“-Preisträgerin – Uschi Glas – Deutschlands „Quotenqueen auf dem Bildschirm“, Jean Harlow – Das platinblonde Sexsymbol der 1930-er Jahre, Rita Hayworth – Die „Venus des Atomzeitalters“, Katharine Hepburn – Die „Königinmutter von Hollywood“, Grace Kelly – Der Star, der den Traumprinzen heiratete, Hildegard Knef – Der deutsche Weltstar mit drei Karrieren, Zarah Leander – Der „UFA“-Star der 1930-er und 1940-er Jahre, Vivien Leigh – Der Weltstar aus „Vom Winde verweht“, Ruth Leuwerik – Die „Königin des Melodramas“ , Gina Lollobrigida. Die „Lollo“ - der Stern der 1950-er Jahre,  Sophia Loren – Der italienische Filmstar der 1960-er Jahre - Melina Mercouri – Der Star aus „Sonntags ... nie!“, Inge Meysel – Die „Fernsehmutter der Nation“, Marilyn Monroe – Amerikas größter Filmstar, Pola Negri – Der Stummfilmstar aus Polen, Asta Nielsen – Deutschlands erster Filmstar, Leni Riefenstahl – Die meisterhafte Regisseurin und Fotografin, Julia Roberts – Das Sexsymbol der 1950-er Jahre, Margaret Rutherford – Die beste Komödiantin Englands der 1960-er Jahre, Adele Sandrock – Die komische Alte des deutschen Kinos, Romy Schneider – Sie wollte nicht ewig „Sissi“ sein, Hanna Schygulla – Der deutsche Weltstar, Simone Signoret – Frankreichs Sexsymbol der 1950-er Jahre, Meryl Streep – Ein Star auf der Bühne, der Leinwand und dem Bildschirm, Gloria Swanson – Die Mondäne auf der Kinoleinwand, Elizabeth („Liz“) Taylor – die „Königin von Hollywood“, Liv Ullmann – Die große norwegische Schauspielerin, Grethe Weiser – Die volkstümliche Schauspielerin, Mae West – Die Komödiantin der Spitzenklasse, rund 70 Kurzbiografien über berühmte Fliegerinnen, Ballonfahrerinnen, Luftschifferinnen, Fallschirmspringerinnen, Astronautinnen und Kosmonautinnen, Dr. Veronica Carstens – Die Förderin der Naturheilkunde, Dorothea Erxleben. Die erste deutsche Ärztin, Schreibende Superfrauen in Deutschland. Cockacoeske. Die Königin von Pamunkey, Kateri Tekakwitha. Die erste selige Indianerin in Nordamerika, Lozen. Die tapfere Kriegerin der Apachen, Mohongo. Die Indianerin, die in Europa tanzte, Sacajawea. Die indianische Volksheldin, Sieben berühmte Indianerinnen, Louis XV. Der Vielgeliebte, Marquise de Pompadour. Die erste bürgerliche Mätresse von Louis XV., Madame Dubarry. Von der Dirne zur Mätresse des Königs, Die Comtessen de Mailly-Nesle. Vier adelige Schwestern für den König, Marie-Louise O’Murphy de Boisfally. Eine Geliebte von Louis XV., Schloss Grünsberg. Von der Burg im Grunde bis zum Barockschloss

Interviews: Was ist ein Menhir? Interview mit dem Mainzer Archäologen Dr. Detert Zylmann über Hinkelsteine, Wer ist der kleinste Dinosaurier? Interviews mit dem Wissenschaftsautor Ernst Probst, Wer war der Stammvater der Insekten? Interview mit dem Stuttgarter Biologen und Paläontologen Dr. Günter Bechly, Neues vom Ur-Rhein. Interview mit dem Geologen und Paläontologen Dr. Jens Sommer

Aphorismen: Der Ball ist ein Sauhund. Weisheiten und Torheiten über Fußball, Worte sind wie Waffen. Weisheiten und Torheiten über die Medien (beide zusammen mit Doris Probst, Schweigen ist nicht immer Gold. Zitate von A bis Z, Weisheiten der Indianer

Die meisten dieser Titel sind beim „GRIN Verlag“ erschienen und in mehr als zahlreichen Online-Buchshops sowie in jeder guten Buchhandlung erhältlich.

Der „GRIN Verlag“ mit Sitz in München hat sich seit der Gründung im Jahr 1998 auf die Veröffentlichung akademischer Texte spezialisiert. Die Verlagsseite http://www.grin.com ist für Studenten, Hochschullehrer und andere Akademiker die ideale Plattform, ihre Fachtexte, Studienarbeiten, Abschlussarbeiten oder Dissertationen einem breiten Publikum zu präsentieren.

Mittwoch, 13. Mai 2015

Armer Musiker aus Österreich bescherte der Wissenschaft reiche Funde aus Ägypten

München (welt-des-wissens) – Ein armer und kranker österreichischer Musiker sowie Fossiliensammler hat von 1897 bis 1914 deutsche und amerikanische Wissenschaftler mit Funden einzigartiger Urzeit-Tiere aus Ägypten versorgt. Er barg in mühsamer Arbeit unter großer Hitze fossile Reste von Urwalen, Affen, Menschenaffen, Seekühen, Fischen, Schildkröten, Krokodilen, Schlangen und Dinosauriern.

Bei dem Mann, von dem hier die Rede ist, handelt es sich um Richard Markgraf (1869-1916). Er war in Preßnitz im nordböhmischen Erzgebirge zur Welt gekommen, das bis 1918 zur Österreichisch-Ungarischen Monarchie gehörte. Er schloss sich um 1885 mit etwa 15 Jahren einer reisenden Musikergruppe an und befand sich um 1897 krank und völlig verarmt in Ägypten. Offenbar litt er an einer Infektion der Atemwege, vielleicht an Tuberkulose.

Zufällig begegnete Markgraf 1897 in Kairo dem deutschen Geologen und Paläontologen Eberhard Fraas (1862-1915), der ihn für seine Expedition in die Mokattam-Berge engagierte. Dabei lernte Markgraf Grundlegendes für die Bergung von Fossilien. In der Folgezeit arbeitete Markgraf als Fossiliensammler für Fraas und dessen Naturalienkabinett Stuttgart.

Später beteiligte sich Markgraf auch an den Ägypten-Expeditionen des Münchener Paläontologen Ernst Stromer von Reichenbach (1871-1952) in den Wintern 1903/1904 und 1910/1911. Dank der Vermittlung von Stromer arbeitete Markgraf auch für das Frankfurter Senckenberg-Museum. 1907 begegnete Markgraf einer amerikanischen Expedition unter Leitung des Paläontologen Henry Fairfield Osborn (1857-1935) und sammelte fortan auch für das American Museum of Natural History in New York.

Markgraf wurde ein Freund und wichtiger Helfer von Ernst Stromer, der im Januar 1911 in der Bahariyya-Oase in der Sahara die ersten Dinosaurier Ägyptens entdeckte. Bis 1914 grub Markgraf in der Bahariyya-Oase, barg dort zahlreiche Dinosaurier-Reste und schickte diese zu Stromer nach München. 1912 fand er das Teilskelett des Raub-Dinosauriers Spinosaurus. Der Erste Weltkrieg (1914-1918) legte seine Grabungstätigkeit lahm.

Stromer beschrieb von 1915 bis 1934 insgesamt vier bisher unbekannte Dinosaurier aus Ägypten: 1915 Spinosaurus (Dornen-Echse), 1931 Carcharodontosaurus (Haizahn-Echse), 1932 Aegyptosaurus (Echse aus Ägypten) und 1934 Bahariasaurus (Echse aus Bahariyya). Spinosaurus gilt heute mit einer Länge bis zu 18 Metern, einem Gewicht von schätzungsweise 9 Tonnen, einem 1,75 Meter langen Schädel und einem 1,70 Meter hohen Rückensegel als der größte Raub-Dinosaurier der Welt. Neuerdings betrachtet man ihn als Fischjäger.

In dem Taschenbuch „Der rätselhafte Spinosaurus“ (GRIN-Verlag, München) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst werden Leben und Werk des Forschers Ernst Stromer von Reichenbach geschildert sowie die Leistungen des Fossiliensammlers Richard Markgraf gewürdigt. Markgraf starb 1916 während des Ersten Weltkrieges im Alter von nur 47 Jahren. Ernst Stromer schrieb über ihn einen Nachruf, in dem er die Bedeutung von Markgraf für die Erforschung der Wirbeltierpaläontologie Ägyptens hervorhob.

Bestellung des E-Books oder gedruckten Taschenbuches „Der rätselhafte Spinosaurus“ bei:
http://www.grin.com/de/e-book/299203/der-raetselhafte-spinosaurus

Sonntag, 10. Mai 2015

Spinosaurus: Rekordhalter unter den Raub-Dinosauriern

München / Nürnberg (welt-des-wissens) – Eine falsche Antwort bekommt man oft, wenn die Frage nach dem größten Raub-Dinosaurier gestellt wird. Rekordhalter ist nämlich nicht der vor allem bei Kindern sehr populäre Tyrannosaurus rex (König der Tyrannen-Echsen), sondern Spinosaurus aegyptiacus (ägyptische Dorn-Echse). Während Tyrannosaurus rex nur eine Länge bis zu 13 Metern erreichte, maß Spinosaurus aegyptiacus von der Kopf- bis zur Schwanzspitze maximal 18 Meter.

Der tatsächliche Rekordhalter unter den Raub-Dinosauriern wird in dem 238seitigen Taschenbuch „Der rätselhafte Spinosaurus“ (GRIN-Verlag, München) des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst in Wort und Bild vorgestellt. Demnach hatte der bis zu 18 Meter lange Spinosaurus ein Lebendgewicht von schätzungsweise neun Tonnen, was zwei Afrikanischen Elefanten entspricht, einen 1,75 Meter langen Schädel und ein 1,70 Meter hohes Rückensegel, über dessen Funktion die Gelehrten noch heute spekulieren.

Merkmale des Schädels, Halses, Körpers und der Beine deuten darauf hin, dass Spinosaurus ein ungewöhnlicher Raub-Dinosaurier gewesen ist. Er lebte sowohl an Land als auch im Wasser und gilt als Fischjäger. Existiert hat er in der Kreidezeit vor etwa 113 bis 94 Millionen Jahren in Nordafrika.

Die ersten fossilen Reste von Spinosaurus sind in der Bahariyya-Oase in der ägyptischen Sahara entdeckt worden. Der dortige Fundort war eines der Ziele während der dritten Ägypten-Expedition im Winter 1910/1911 des Paläontologen Ernst Stromer von Reichenbach (1871-1952) aus München gewesen. Statt erhoffter Fossilien früher Säugetiere stieß er dort auf Reste der ersten Dinosaurier in Ägypten.

Nach der Abreise des Münchener Paläontologen führte der österreichische Fossiliensammler Richard Markgraf (1869-1916) im Auftrag von Stromer in der Bahariyya-Oase bis 1914 weitere Grabungen durch. Die dabei geborgenen Dinosaurier-Reste schickte Markgraf an Stromer. Wegen politischer Spannungen zwischen Deutschland und Österreich einerseits mit Großbritannien andererseits traf die 1914 geplante Sendung mit zwölf Kisten erst 1922 bei Stromer in München ein.

Von 1915 bis 1934 machte Ernst Stromer insgesamt vier bis dahin unbekannte Dinosaurier-Gattungen aus Ägypten publik. 1915 beschrieb er erstmals Spinosaurus, 1931 Carcharodontosaurus (Haizahn-Echse), 1932 Aegyptosaurus (Ägyptische Echse) und 1934 Bahariasaurus (Echse aus Bahariyya). Bereits 1914 beschrieb er das bis zu 10 Meter lange Krokodil Stomatosuchus aus der Bahariyya-Oase.

Zu Lebzeiten der von Stromer untersuchten Dinosaurier aus Ägypten war das Gebiet der heutigen Wüste Sahara noch eine fruchtbare Wattlandschaft mit Mangrovenwäldern und Flüssen gewesen. In diesen Flüssen schwammen riesige Fische, die Spinosaurus jagte und fraß.

Ernst Stromer von Reichenbach war ein bayerischer Adliger und einer der Söhne des Freiherrn Karl Otto Stromer von Reichenbach (1831-1891), der von 1867 bis zu seinem Tod  im Jahre 1891 das Amt des „Ersten Bürgermeisters“ in Nürnberg bekleidete. Im Mittelalter hatten sich die Stromer als Patrizier, Handelsherren, Historiker, Erfinder und Bauherren in Nürnberg hervorgetan.

Die von Stromer aus Ägypten beschriebenen Dinosaurier wurden im Zweiten Weltkrieg bei einem britischen Luftangriff auf München in der Nacht vom 24. zum 25. April 1944 zerstört. Der Direktor des Museums, in dem diese wissenschaftlich wertvollen Funde aufbewahrt wurden, hatte den Wunsch von Stromer, diese Dinosaurier an einen geschützten Ort zu bringen, missachtet.

Während des Zweiten Weltkrieges verlor Ernst Stromer zwei seiner drei Söhne und durch Luftangriffe auf München fünf Mal seine Wohnung. Ab 1944 wohnte er im Schloss Grünsberg bei Altdorf unweit von Nürnberg, das der Familie Stromer seit 1754 gehörte.

Ernst Stromer, wie er sich selbst bescheiden oft nannte, starb 1952 im Alter von 81 Jahren in Erlangen. Sein Grab befindet sich noch heute auf dem Nürnberger Johannisfriedhof, wo auch der Maler Albrecht Dürer und andere Berühmtheiten ihre letzte Ruhe fanden.

Bestellung des E-Books oder gedruckten Taschenbuches „Der rätselhafte Spinosaurus“ bei:

Münchener Forscher beschrieb vor 100 Jahren den größten Raub-Dinosaurier

München / Nürnberg (welt-des-wissens) – Bis zu 18 Meter lang und maximal 9 Tonnen schwer war der größte Raub-Dinosaurier der Erdgeschichte. Sein Schädel erreichte eine Länge von 1,75 Metern und sein Rückensegel eine Höhe von 1,70 Metern. Der Gigant, von dem hier die Rede ist, heißt Spinosaurus und lebte in der Kreidezeit vor etwa 113 bis 94 Millionen Jahren in Nordafrika.

Spinosaurus übertraf merklich die Maße der Raub-Dinosaurier Tyrannosaurus (Tyrannen-Echse) aus Nordamerika und Giganotosaurus (Riesen-Echse des Südens) aus Südamerika, die beide bis zu 13 Metern lang wurden. Der vor allem bei Kindern sehr populäre Tyrannosaurus hatte früher lange Zeit als Rekordhalter unter den Raub-Dinosauriern gegolten.

2015 jährt es sich zum 100. Mal, dass Spinosaurus von dem deutschen Paläontologen Ernst Stromer von Reichenbach (1871-1952) erstmals wissenschaftlich beschrieben und benannt wurde. In seiner Erstbeschreibung von 1915 hat Stromer den Gattungsnamen Spinosaurus (Dornen-Echse) geprägt, der auf dem auffälligen mannshohen Rückensegel beruht. Über den Zweck dieses imposanten Rückensegels wird viel spekuliert.

Ernst Stromer, wie er sich selbst oft bescheiden nannte, war ein bayerischer Adliger, wurde in Nürnberg geboren, arbeitete an der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und historische Geologie sowie an der Universität München. In den Wintern 1901/1902, 1903/1914 und 1910/1911 kam er zu Expeditionen nach Ägypten.

Im Januar 1911 entdeckte Ernst Stromer in der Bahariyya-Oase in der Wüste Sahara eine Fundstelle, an der seine Grabungsteams in der Folgezeit fossile Reste der ersten aus Ägypten bekannten Dinosaurier bargen. Der mit Stromer befreundete österreichische Fossiliensammler Richard Markgraf (1869-1916) nahm in seinem Auftrag bis 1914 wiederholt Grabungen vor und entdeckte dabei weitere Dinosaurierreste.

Zwischen 1915 und 1934 machte Ernst Stromer insgesamt vier bis dahin unbekannte Gattungen von Dinosauriern bekannt. Außer Spinosaurus waren dies Carcharodontosaurus (Haizahn-Echse) 1931, Aegyptosaurus (Ägyptische Echse) und Bahariasaurus (Echse aus Bahariyya). Zuvor hatte Stromer bereits 1914 das bis zu 10 Meter lange Krokodil Stomatosuchus aus der Bahariyya-Oase beschrieben.

Tragischerweise gingen die wissenschaftlich wertvollen ersten Dinosaurier-Funde aus Ägypten bei einem britischen Luftangriff auf München in der Nacht vom 24. zum 25. April 1944 verloren. Der Leiter des Museums, in dem diese Fossilien aufbewahrt wurden, hatte den berechtigten Wunsch von Stromer, jene Funde an einem sicheren Ort aufzubewahren, ignoriert.

Ernst Stromer verlor im Zweiten Weltkrieg zwei seiner drei Söhne und in München fünf Mal durch Luftangriffe seine Wohnung. Sein zweiter Sohn kehrte erst 1950 nach fünfjähriger russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Seine letzten Lebensjahre verbrachte Ernst Stromer  in seinem Schloss Grünsberg bei Altdorf unweit von Nürnberg. 1952 starb er im Alter von 81 Jahren in Erlangen. Sein Grab befindet sich auf dem Nürnberger Johannisfriedhof, wo auch Albrecht Dürer bestattet ist.

Das Leben und Werk von Ernst Stromer wird in dem Taschenbuch „Der rätselhafte Spinosaurus“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst geschildert. Es ist im „GRIN-Verlag“ (München) erschienen, umfasst 238 Seiten und ist reich bebildert. Obwohl Ernst Stromer einer der berühmtesten Dinosaurier-Jäger war, wird er in keinem gedruckten Lexikon erwähnt.

Freitag, 8. Mai 2015

Die Ahnen der bayerischen Adelsfamilie Stromer

Nürnberg (welt-des-wissens) - Die Stromer sind ein berühmtes bayerisches Adelsgeschlecht, das im Mittelalter als eine der wichtigsten Patrizierfamilien der „Freien Reichsstadt Nürnberg“ galt. Manche Mitglieder der Familie Stromer fungierten als Handelsherren, Baumeister, Erfinder, Verwalter der städtischen Steuern („Vorderster Losunger“) und Bürgermeister von Nürnberg. Der renommierte Naturforscher Ernst Stromer von Reichenbach (1871–1952) verfasste auf Wunsch seines 1944 in russische Kriegsgefangenschaft geratenen Sohnes und Historikers Wolfgang (1922–1999) die 1951 erschienene Publikation „Unsere Ahnen in der Reichsstadt Nürnberg 1250–1806“. In diesem Werk, das nun als Nachdruck beim „GRIN-Verlag“ (München) erhältlich ist, wird das Leben zahlreicher berühmter Stromer geschildert.

Im Nachwort schrieb Ernst Stromer: „Zum Schluss meiner Ausführungen drücke ich die Hoffnung aus, daß meine nüchterne und nichts beschönigende Darstellung bewiesen hat, daß meine Vorfahren in den 5 1/2 Jahrhunderten ihrer Reichsstadtzeit sich im Wesentlichen bewährt und nicht nur in ihrer engeren Heimat manch namhaften Mann gestellt haben. Sie haben sicher nicht „seit je das werktätige Volk ausgebeutet“, wie meinem kriegsgefangenen Sohne im Herbst 1949 von einem russischen Kriegsgericht vorgeworfen worden ist. Ich hoffe aber auch, wenn auch als Laie, manche Anregung für Verfolgung kunsthistorischer Fragen und durch Nennung zahlreicher Urkunden und z. T. sehr wenig bekannter Literatur Forschern auf ortsgeschichtlichem Gebiete Material geliefert zu haben“.

Im letzten Teil des kleinen Taschenbuches werden Mitglieder der Familie Stromer in Wort und Bild vorgestellt, die nicht in der Publikation „Unsere Ahnen in der Reichsstadt Nürnberg 1250 bis 1806“ erwähnt sind: Bürgermeister Karl Otto Stromer von Reichenbach, der Naturforscher Ernst Stromer von Reichenbach, der Historiker Wolfgang Stromer von Reichenbach und die Administratorin der Stromerstiftung Rotraut Stromer von Reichenbach-Baumbauer.

Bestellung des Taschenbuches bei:
http://www.grin.com/de/e-book/299118/unsere-ahnen-in-der-reichsstadt-nuernberg

Donnerstag, 7. Mai 2015

Ernst Stromer von Reichenbach - Ein Dinosaurier-Jäger aus Bayern



Dinosaurier-Forscher Ernst Stromer von Reichenbach - Foto: Stromersche Kulturgut-, Denkmal- und Naturstiftung

Nürnberg / München (welt-des-wissens) - Der deutsche Paläontologe Ernst Stromer von Reichenbach, geboren am 12. Juni 1871 in Nürnberg, gestorben am 18. Dezember 1952 in Erlangen, gilt als einer der bedeutendsten Dinosaurier-Forscher der Welt. Im Internet wird er auf der amerikanischen Homepage "The Top Palaeontologists and Dinosaur Hunters oft All Time" als einer der größten "Dinosaurier-Jäger aller Zeiten" gewürdigt. In dem Buch "Deutschland in der Urzeit" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst steht er unter den "Pionieren der Paläontologie".

Ernst Stromer von Reichenbach machte sich um die Erforschung der Wirbeltiere verdient.
Er wirkte in Leiden/Holland (1897 Konservator an der Geologisch-Mineralogischen
Abteilung des Rijksmuseums) und in München (1901 Habilitation, 1908 außerordentlicher Professor, 1921 Honorarprofessor, 1928 Hauptkonservator und Abteilungsleiter sowie 1930 Abteilungsdirektor an der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und historische Geologie).

Im Winter 1901/1902 kam Ernst Stromer von Reichenbach erstmals nach Ägypten. Weitere Ägypten-Expeditionen von Stromer folgten in den Wintern 1903/1904 und 1910/1911.

Zwischen 1911 und 1914 entdeckte das Grabungsteam von Ernst Stromer in der ägyptischen Baharije-Oase in der Sahara  fossile Reste von drei Raub-Dinosauriern: Bahariasaurus, Carcharodontosaurus und Spinosaurus. 1912 fand der für Stromer arbeitende österreichische Fossiliensammler Richard Markgraf neben einem Teilskelett des Raub-Dinosauriers Spinosaurus auch fossile Reste des pflanzenfressenden Elefantenfuß-Dinosauriers Aegyptosaurus. Stromer beschrieb 1915 erstmals wissenschaftlich Spinosaurus (Dornen-Echse), 1931 Carcharodontosaurus (wegen der Ähnlichkeit der Zähne mit denen des riesigen Haifisches Carcharodon), 1932 Aegyptosaurus (Ägyptische Echse) und 1934 Bahariasaurus (Echse aus Baharije).

Die Originalfunde der von Ernst Stromer von Reichenbach in Ägypten entdeckten Dinosaurier wurden während des Zweiten Weltkrieges im Frühjahr 1944 bei einem Luftangriff der Alliierten auf München zerstört. Der Leiter des Museums, in dem diese bedeutenden Fossilien aufbewahrt wurden, hatte Stromers Wunsch, diese Dinosaurier an einem sicheren Platz aufzubewahren, ignoriert.

2001 ehrte der amerikanische Doktorand Joshua Smith den deutschen Forscher Ernst Stromer von Reichenbach, indem er den – nach Argentinosaurus - weltweit zweitgrößten Dinosaurier als Paralitan stromeri ("Gezeiten-Riese") bezeichnete. Fossile Reste dieser nahezu 30 Meter langen und schätzungsweise bis zu 100 Tonnen schweren Art waren in Ägypten nahe der Fundstelle entdeckt worden, an der Aegyptosaurus geborgen wurde.

Ernst Stromer von Reichenbach gehörte einem Adelsgeschlecht an, das im Mittelalter zu den wichtigsten Patrizierfamilien der freien Reichsstadt Nürnberg gehörte. Einige Mitglieder der Familie Stromer (vorher auch Stromair oder Stromeyer) fungierten als "oberste Losunger" und Bürgermeister von Nürnberg. Die Familie war seit ihrer Einwanderung nach Nürnberg immer im "Inneren Rat" von Nürnberg vertreten. Ulman Stromer (1329-1407) schrieb das früheste Werk der Nürnberger Geschichtsschreibung und die erste Autobiographie des Mittelalters und gründete und betrieb die erste Papiermühle Deutschlands. Sein Halbbruder Peter Stromer erfand 1368 die Nadelwaldsaat. Ab 1754 gehörte der Familie Stromer das Schloss Grünsberg bei Altdorf in Mittelfranken. Der Leitspruch der Stromers lautet: "dum spiro, spero" – zu deutsch: "solange ich atme, hoffe ich".

Literatur zum Thema:
E-Book oder gedrucktes Taschenbuch „Der rätselhafte Spinosaurus.
Leben und Werk des Forschers Ernst Stromer von Reichenbach“
http://www.grin.com/de/e-book/299203/der-raetselhafte-spinosaurus

Mittwoch, 6. Mai 2015

Taschenbuch über die Ahnen der Familie Stromer



Nürnberg (welt-des-wissens) - Die Stromer sind ein berühmtes bayerisches Adelsgeschlecht, das im Mittelalter als eine der wichtigsten Patrizierfamilien der „Freien Reichsstadt Nürnberg“ galt. Manche Mitglieder der Familie Stromer fungierten als Handelsherren, Baumeister, Erfinder, Verwalter der städtischen Steuern („Vorderster Losunger“) und Bürgermeister von Nürnberg. Der renommierte Naturforscher Ernst Stromer von Reichenbach (1871–1952) verfasste auf Wunsch seines 1944 in russische Kriegsgefangenschaft geratenen Sohnes und Historikers Wolfgang (1922–1999) die 1951 erschienene Publikation „Unsere Ahnen in der Reichsstadt Nürnberg 1250–1806“. In diesem Werk, das nun beim GRIN-Verlag (München) als Nachdruck vorliegt, wird das Leben zahlreicher berühmter Stromer geschildert.

Im Nachwort schrieb Ernst Stromer: „Zum Schluss meiner Ausführungen drücke ich die Hoffnung aus, daß meine nüchterne und nichts beschönigende Darstellung bewiesen hat, daß meine Vorfahren in den 5 1/2 Jahrhunderten ihrer Reichsstadtzeit sich im Wesentlichen bewährt und nicht nur in ihrer engeren Heimat manch namhaften Mann gestellt haben. Sie haben sicher nicht „seit je das werktätige Volk ausgebeutet“, wie meinem kriegsgefangenen Sohne im Herbst 1949 von einem russischen Kriegsgericht vorgeworfen worden ist. Ich hoffe aber auch, wenn auch als Laie, manche Anregung für Verfolgung kunsthistorischer Fragen und durch Nennung zahlreicher Urkunden und z. T. sehr wenig bekannter Literatur Forschern auf ortsgeschichtlichem Gebiete Material geliefert zu haben“.

Im Nachwort des Taschenbuches werden Mitglieder Familie Stromer in Wort und Bild vorgestellt, die nicht in der Publikation „Unsere Ahnen in der Reichsstadt Nürnberg 1250 bis 1806“ erwähnt sind: Bürgermeister Karl Otto Stromer von Reichenbach, der Naturforscher Ernst Stromer von Reichenbach, der Historiker Wolfgang Stromer von Reichenbach und die Administratorin der Stromerstiftung Rotraut Stromer von Reichenbach-Baumbauer.

Bestellung bei:
http://www.grin.com/de/e-book/299118/unsere-ahnen-in-der-reichsstadt-nuernberg

Schloss Grünsberg. Von der Burg im Grunde bis zum Barock-Schloss



Schloss Grünsberg bei Altdorf unweit von Nürnberg - Foto: Stromersche Kulturgut-, Denkmal- und Naturstiftung

Altdorf / Nürnberg (welt-des-wissens) - Die Anfänge der Burg Grünsberg bei Altdorf unweit von Nürnberg liegen im Dunkel der Geschichte. Erstmals in einer Urkunde erwähnt wurde die Burg im Mittelalter. Weil 1231 bereits von einer großen Reparatur die Rede war, ist die Burg sicherlich lange vorher errichtet worden. Ursprünglich hieß das Bauwerk „Burg im Grunde“ oder „Grundesburg“, woraus durch ein Missverständnis der Name Grünsberg entstand. Von 1717 bis 1723 erfolgte die Erweiterung der Burg zu einem Barock-Schloss. Deswegen spricht man heute von Burg Grünsberg oder Schloss Grünsberg. Im Laufe der Zeit hat das Bauwerk oft den Besitzer gewechselt. Vor mehr als 250 Jahren gelangte es in den Besitz der Familie Stromer, die im Mittelalter als eine der wichtigsten Patrizierfamilien der „Freien Reichsstadt“ Nürnberg galt. Seit 2000 sind das Gut und das Schloss Grünsberg eine Stiftung des öffentlichen Rechts.

Die wechselhafte Geschichte des mindestens 800 Jahre alten Bauwerks wird in dem kleinen Taschenbuch „Schloss Grünsberg. Von der Burg im Grunde bis zum Barockschloss“ des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst geschildert. Es ist im „GRIN-Verlag“ (München) erschienen und umfasst 66 Seiten.

In Wort und teilweise auch mit Bild vorgestellt werden einige Mitglieder der Familie Stromer. Nämlich der erste Nürnberger Chronist Ulman Stromer, der „Vater der Forstkultur“ Peter Stromer, der „Bratwurst-Stromer“ Hans IV. Stromer, der Baumeister Wolf Jacob Stromer, der Nürnberger Bürgermeister Karl Otto Stromer von Reichenbach, der Dinosaurier-Forscher Ernst Stromer von Reichenbach und die Administratorin der Stromer-Stiftung, Rotraut Stromer von Reichenbach-Baumbauer.

Der Dinosaurier-Forscher Ernst Stromer hat als Schulkind am Fuße des Moritzberges bei Nürnberg einen Ammoniten mit rund 40 Zentimeter Durchmesser aus der frühen Jurazeit vor etwa 180 Millionen Jahren entdeckt. Dieser Fund des versteinerten Gehäuses eines Meerestieres weckte seinen Wunsch, ein Paläontologe zu werden. Ernst Stromer tat sich als  einer der erfolgreichsten Dinosaurier-Jäger der Erde hervor. Er beschrieb von 1915 bis 1934 insgesamt vier bis dahin unbekannte Dinosaurier-Gattungen aus Ägypten. Ihm gebührt die Ehre, die ersten Dinosaurier Ägyptens entdeckt zu haben. Darunter befand sich der bis zu 18 Meter lange Raub-Dinosaurier Spinosaurus („Dornen-Echse“) mit einem mannshohen Rückensegel. Spinosaurus wird heute als größter Raub-Dinosaurier bezeichnet. Er übertraf den maximal 13 Meter langen Tyrannosaurus um einige Meter.

Anlässlich des 80. Geburtstages von Ernst Stromer ließ dessen Sohn Wolfgang den erwähnten Ammoniten in einen Pfeiler des Wehrgangs von Schloss Grünsberg einmauern. In den 1980er Jahren wurde der Ammonit gestohlen. Ernst Stromer fand wie viele andere Mitglieder seiner Familie in einem Grab auf dem berühmten Johannisfriedhof in Nürnberg seine letzte Ruhe.

Bestellungen bei:
http://www.grin.com/e-book/299151/

Dienstag, 5. Mai 2015

Adliger Dinosaurier-Jäger: Ernst Stromer von Reichenbach

Ernst Stromer mit Oberschenkelknochen eines Dinosauriers - Foto: Stromersche Kulturgut-, Denkmal- und Naturstiftung

Nürnberg / München (welt-des-wissens) – Ein in Nürnberg geborener Adliger und später in München arbeitender Gelehrter gilt als einer der berühmtesten Dinosaurier-Forscher der Welt. Er entdeckte im Januar 1911 in der Bahariyya-Oasa eine Fundstelle, an der sein Grabungsteam bis 1914 die ersten Dinosaurier aus Ägypten barg. 1915 beschrieb er als Erster wissenschaftlich die bis dahin unbekannte Gattung Spinosaurus (Dornen-Echse). Diese Echse mit einem mannshohen Rückensegel gilt heute mit einer Länge bis zu 18 Metern als der größte Raub-Dinosaurier aller Zeiten. Bis 1934 publizierte der bayerische Wissenschaftler drei weitere neue Gattungen von Dinosauriern und gab ihnen die Namen Carcharodontosaurus (Haizahn-Echse), Aegyptosaurus „(„Ägyptische Echse“) und „Bahariasaurus“ („Echse aus Bahariyya“).

Bei dem erwähnten bayerischen Adeligen und Gelehrten handelt es sich um den Freiherrn Ernst Stromer von Reichenbach (1871-1952). Sein Vater Karl Otto Stromer von Reichenbach (1831-1891) war von 1867 bis zu seinem Tod im Jahre 1891 „Erster Bürgermeister“ in Nürnberg gewesen. Andere Mitglieder der Familie Stromer, die im Mittelalter zu den wichtigsten Patriziern von Nürnberg gehörten, hatten sich als Handelsherren, Erfinder, Historiker oder Baumeister hervorgetan.

Ernst Stromer, wie er sich bescheiden oft selbst nannte, hat in den Wintern 1901/1902, 1903/1904 und 1910/1911 insgesamt drei Ägypten-Expeditionen unternommen, bei denen Fossilien gesucht und geborgen wurden. Sein wichtigster Helfer in Ägypten war der österreichische Fossiliensammler Richard Markgraf (1869-1916), der für ihn wissenschaftlich wertvolle Funde entdeckte und barg.

Der Raub-Dinosaurier Spinosaurus fällt nicht nur durch seine beachtliche Größe und sein eindrucksvolles Rückensegel aus dem Rahmen. Neuerdings glauben Experten, er sei an das Leben im Wasser angepasst gewesen und habe große Fische gefressen.

An der Universität München war Ernst Stromer ab 1901 Privatdozent für Paläontologie und Geologie, ab 1908 außerordentlicher Professor und ab 1921 Honorarprofessor für Paläontologie. An der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und historische Geologie in München wurde er 1919 nichtplanmäßiger Assistent, 1920 Hauptkonservator,  1928 Hauptkonservator und Abteilungsleiter sowie 1930 Abteilungsdirektor.

Die Nationalsozialisten schätzten den verdienstvollen Naturforscher Ernst Stromer nicht, weil er ihrer Partei nicht beitrat, sie kritisierte und Kontakt mit jüdischen Wissenschaftlern hatte. Nur wegen seiner hohen sozialen Stellung bliebt er unbehelligt.

Die Originalfunde der von Ernst Stromer in Ägypten entdeckten Dinosaurier wurden in der Nacht vom 24. zum 25. April 1944 bei einem britischen Luftangriff auf München zerstört. Der Leiter des Museums, in dem diese wissenschaftlich wertvollen Fossilien aufbewahrt wurden, hatte den Wunsch von Stromer, diese Dinosaurier an einem sicheren Ort aufzubewahren, ignoriert.

Im Zweiten Weltkrieg verlor Ernst Stromer zwei seiner drei Söhne. Er selbst und seine Ehefrau Elisabeth wurden in München insgesamt fünf Mal ausgebombt. Deswegen wohnte das Ehepaar Stromer ab 1944 im Schloss Grünsberg bei Altdorf unweit von Nürnberg, das sich seit 1754 im Besitz der Familie Stromer befindet.

Ernst Stromer starb am 18. Dezember 1952 im Alter von 81 Jahren in Erlangen. Die Urne mit seiner Asche befindet sich im seit 1522 auf dem Johannisfriedhof von Nürnberg bestehenden Familiengrab der Stromer. In gedruckten Lexika wird Ernst Stromer erstaunlicherweise nicht erwähnt. Damit teilt er das traurige Schicksal des Frankfurter Gelehrten Hermann von Meyer (1801-1869), der als Begründer der wissenschaftlichen Paläontologie in Deutschland gilt. Das Zweite Deutsche Fernsehen würdigte die großen Verdienst von Stromer in einem 2014 gesendeten Dokumentarfilm.

Bestellung des E-Books oder gedruckten Taschenbuches „Der rätselhafte Spinosaurus“ bei:
http://www.grin.com/de/e-book/299203/der-raetselhafte-spinosaurus